Sonntag, 28. Juni 2015

Verachtung von Adler Olsen

Eigentlich bin ich bekannt dafür ein schneller Leser zu sein. Ein Buch in einer Nacht - kein Thema.
Aber. Aber, nur, wenn das Buch mir gefällt.
Kurz und gut. Verachtung von Adler Olsen habe ich dreimal angefangen, dann wieder aufgegeben, und mit zwei wochen lang durchgequält. Kann an sich das vorstellen, dass jemand der normalerweise ein Buch binnen eines Tages durchhat 14 Tage braucht!
Ich stehe entzetzt vor mir selber.
Also möge das Buch lesen, wer will, ich tu mir das nicht nocheinmal an.
VerachtungVerachtung von Adler Olsen
Nete Hermansen wurde grausam behandelt und zwangssterilisiert im Zuge der Rassenhygiene Mitte 20. Jh.
30 Jahre später nimmt sie grausam Rache. Carl Mørck ermittelt in dem Fall.
Mit seiner agressiv, derben Sprache mag er manchem aus der Seele reden, mir stößt die Aneinanderreihung von Beleidigungen und primitiven und obszönen Bemerkungen dermaßen auf, dass es mit jeglichem Lesevergnügen vorbei ist. Es ist eine Sprache, die nicht gerade die Schönheit der Literatur, der Künste und der Welt im allgemeinen betont.
Aber mit Sicherheit lässt sich das Buch hervorragend lesen, wenn man sich gerade eine gehörige Portion Wut, Ärger und Verachtung angestaut hat.
Hervorragend ist das Ineinanderfließen der Sichtweisen von Tätern und Opfern und wie Opfer zu Täter werden.
Ein Glück, wer schon einen bekannten Namen hat und für den die Werbetrommel weiterrührt. Der ist konkurrenzfrei und muss nicht immer höchste Qualität liefern.
Bewertung:

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