Mittwoch, 22. April 2015

Die Unterwerfung von Michel Houellebecq

Oh Mann, jetzt fühle ich mich nicht mehr so gut. Aber so eine große Portion Geseelschaftskritik tut auch mal gut, um das Auge zu öffnen. Es kann sich ja nicht immer alles nur um Gefühle, Liebe und Romantik drehen, sondern ein schonungsloser Bericht der Welt muss auch mal her. Und hier ist er.

UnterwerfungDie Unterwerfung von Michel Houellebecq
Der Literaturwissenschaftler François forscht in Frankreich über den dekadenten Schriftsteller Huysmans. Doch um ihn herum brodelt es: die Präsidentschaftswahl steht bevor und der charismatischen Kandidat der Bruderschaft der Muslime gelingt es, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen. In Paris kommt es zu tumultartigen Ausschreitungen. Ein Bürgerkrieg steht bevor. Also verlässt François Paris. Es ist eine mögliche Zukunft, die uns Michel Houellebecq vorstellt. Ein Thema das nach den Anschlägen von Paris höchst brisant ist. Dementsprechend stößt das Buch in der Kritik auf kontroverse Meinungen. Ob das ganz nun ein Schreckensszenario darstellt, Gefahren aufzeichnet, oder einfach reine Fiktion, eins muss man dem Autor lassen: er hat Mut darüber zu schreiben. Nach dem was in Paris passierte ist für viele Journalisten und Schriftsteller das Wort Meinungsfreiheit zum Fremdwort geworden und der Islam ein Tabu-Thema. Es bedurfte erst eines Freidenkers wie Michel Houellebecq, um das höchst umstrittene Thema aufzugreifen.
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